Benzinsparen

Ja, es ist wirklich so: Wenn sie umweltfreundlich durch eine Tempo-30-Zone fahren wollen, beschleunigen Sie auf 90 km/h und schalten in den fünften Gang. Da ein solches Vorgehen aber aus verschiedenen Gründen nicht ratsam ist, geben wir hier keine offizielle Empfehlung dafür ab!

Nun aber ernsthaft:
Benzin zu sparen ist in erster Linie aus ökologischer Sicht wichtig, wirkt sich aber auch erfreulich auf die Finanzen aus. Auto Hui

1. Starten/Anfahren: Beim Starten kein Gas geben. Nachdem das Auto angefahren ist, sofort in den zweiten Gang schalten. Vor dem Hochschalten vom ersten in den zweiten Gang und vom zweiten in den dritten ordentlich Gas geben, um schnell hochschalten zu können.

2. Innerörtliche Fahrten: Viel zu viele Autofahrer tuckern bei 30 km/h im zweiten und bei 50 km/h im dritten Gang umher. Sofern es nicht arg bergauf geht, kann nahezu jedes handelsübliche Auto bei 30 km/h im dritten und bei 50 km/h im vierten Gang gefahren werden.

3. Außerorts: Auch hier gilt: Die meisten Leute fahren in viel zu niedrigen Gängen. Wer bei ebener Strecke bei 60 km/h noch im dritten Gang fährt oder bei 80 km/h noch im vierten, verbraucht unnötig Benzin. Ab 80 km/h kann man auf ebener Strecke getrost in den 5. Gang schalten.

4. Niedrigster Verbrauch: Den im Durchschnitt niedrigsten Benzinverbrauch über eine bestimmte Strecke hat man auf langen Autobahnfahrten, wenn man 90 - 110 km/h schnell fährt.

5. Kurzstrecken meiden: Bis der Motor eines FahrradAutos warm ist, verbraucht er am meisten Benzin. Deshalb sollte man Kurzstrecken-Fahrten, besonders innerorts, möglichst vermeiden. Zu Fuß zu gehen oder das Fahrrad zu benutzen ist gut für die Umwelt, den eigenen Körper, das Portmonee und nicht zuletzt für das Auto selbst, da es durch kurze Fahrten, in denen der Motor nicht warm wird, außerordentlich belastet wird.

6. Auf Langstrecken auf andere Verkehrsmittel umsteigen: Am umweltfreundlichsten ist es, mit Bahn oder Bus zu reisen. Und sogar Flugzeuge können ökologisch vorteilhafter als das Auto sein: Ein moderner Flieger verbraucht pro Person pro 100 km nur 3 bis 4 Liter Treibstoff. Wenn jemand ansonsten allein mit seinem Mittelklasse-Auto unterwegs wäre, ergibt sich bei einem vollbesetzten Flugzeug schon Eisenbahnzugeine Ersparnis von ca. 50 %! Eine Milchmädchen-Rechnung (ohne Milchmädchen beleidigen zu wollen) ist es, zu sagen, die Bahn z.B. ist generell teurer als das Auto. Zu den Benzinkosten von etwa 15 bis 20 Mark pro 100 km bei einem Mittelklasse-Auto kommen auch Verschleiß (wie Reifenabrieb, Motorverschleiß, Ölverbrauch...) und erhöhte Kosten für öfter notwendige Inspektionen, die sich zu einem erheblichen Betrag aufsummieren! Außerdem reist man mit der Bahn im Allgemeinen sicherer (Wahrscheinlichkeit, bei einem Autounfall zu sterben: 1:100, Wahrscheinlichkeit, bei einem Zugunglück umzukommen: 1:1000) und entspannter (wenn die Züge pünktlich und nicht überfüllt sind).

7. Leerlauf / Motorbremse: Die meisten modernen Autos haben eine Automatik, die die Benzinpumpe abschaltet, sobald kein Gas mehr gegeben wird und keine Gefahr besteht, das der Motor ausgeht. So verbraucht man auf Gefällstrecken mit eingelegtem Gang Liebes-Auto(Motorbremse) überhaupt kein Benzin und schont die Bremsen. Auf sanfteren Gefällstrecken kann es jedoch passieren, dass das Fahrzeug bei Gaswegnahme erheblich langsamer wird, so dass man eigentlich wieder Gas geben müsste. Nun hat man noch die Option, in den Leerlauf zu schalten. Das ist zwar umstritten, aber der Verfasser dieses Textes hat damit in 5 Jahren keine einzige schlechte Erfahrung gemacht. Man verbraucht zwar etwas Sprit, aber erheblich weniger als die Menge, die man beim Gasgeben verbrauchen würde. Es ist ratsam, eine Hand in der Nähe des Schalthebels zu lassen, um schnell einen Gang einlegen zu können, falls dies nötig erscheint.

8. Auto leicht machen: Befreien Sie Ihr Auto von allen Lasten, die nicht nötig sind. Dachgepäckträger z.B. unbedingt abmontieren, wenn er nicht gebraucht wird! Leichtere Autos verbrauchen weniger Sprit.

9. Reifen hart machen: Es schadet nichts, wenn ihre Reifen immer für volle Belastung aufgepumpt sind. Das erhöht die Lebensdauer der Reifen und senkt den Rollwiderstand. So muss der Motor nicht so viel Kraft aufwänden und braucht weniger Sprit.

Haben Sie eigene Erfahrungen gemacht, die beim Benzin sparen helfen? Wir geben Ihre Tips gerne weiter.
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