Rutschiger Winter

Eine Rei­se mit dem Omni­bus von Wies­ba­den nach Nie­dern­hau­sen ist nor­ma­ler­wei­se so auf­re­gend wie das Test­bild (sofern das noch jemand kennt), man freut sich aber, wenn der Bus pünkt­lich ist und man aus dem Nie­sel­re­gen der Haupt­stadt in das war­me öffent­li­che Nah­ver­kehrs­fahr­zeug stei­gen kann.

Heu­te jedoch war die Fahrt weni­ge hun­dert Meter nach der Hal­te­stel­le Wihelm-Kempf-Haus und etwa eben­so weit vor dem Orts­ein­gang Nie­dern­hau­sen lei­der zu Ende. Der Grund dafür war, dass es in den wil­den Höhen des Tau­nus eben nicht nie­sel­te, son­dern kräf­tig schnei­te, was eine Schnee­de­cke nach sich zog, was wie­der­um zu einem Schlin­gern des Bus­ses führ­te.

Der Fah­rer konn­te frei­lich aus Sicher­heits­grün­den die Fahrt nicht fort­set­zen und muss­te das Fahr­zeug anhal­ten. Man durf­te durch­aus im Bus blei­ben, wenn man es warm und sicher haben woll­te, auf eige­ne Gefahr durf­te man aber auch aus­stei­gen und heim­lau­fen. Klar, dass die zwei­te Mög­lich­keit die bes­se­re war.

Man war also ein­ge­la­den zu einem hüb­schen Spa­zier­gang über die Land­stra­ße, vor­bei an durch­dre­hen­den Rädern und grum­me­li­gen Auto­fah­rern und konn­te sich glück­lich schät­zen, wenn man über eini­ger­ma­ßen ange­mes­se­nes Schuh­werk ver­füg­te. Auf die­sem Weg sind eini­ge hüb­sche Schnee­fo­tos ent­stan­den, die wir hier mit der Welt tei­len.