Von kleinen Ãffchen und dem Papst

Guten Abend lie­be Damen und Her­ren, Es ist 21:55h Orts­zeit, 17 Grad und gra­de reg­net es nicht. Wir sit­zen drau­ßen, essen Lin­sen­sup­pe und trin­ken Tee und haben den Bra­si­lia­nern schon das Wort Lin­sen­sup­pe bei­gebracht, die ver­ste­hen jetzt, wenn wir „Lin­sen­sup­pe” bestel­len. Das ist so lieb, wir krie­gen hier jeden Abend war­me Sup­pe, so ein Luxus hat sicher nie­mand sonst in sei­ner Unter­kunft. Und hei­ßes Was­ser kochen sie uns auch, wann immer wir wol­len. Heu­te mor­gen bin ich in der Unter­kunft geblie­ben und hab noch ein biss­chen geschla­fen, das war auch durch­aus die rich­ti­ge Ent­schei­dung. Die ande­ren sind auf dem Weg zur Kate­che­se rich­tig nass gewor­den. Die Kate­che­se wur­de vom Trie­rer Bischof gemacht, der ist sei­nem Über­set­zer immer ins Wort gefal­len, wenn ihm die Über­set­zung nicht gepasst hat. Heu­te war zwar mehr auf deutsch und weni­ger auf fran­zö­sisch, aber trotz­dem sind ganz vie­le ein­ge­schla­fen, weil alle so müde sind. Nach der Kate­che­se sind die ander 5 daheim­ge­blie­be­nen und ich zur Grup­pe hin­zu­ge­sto­ßen, die­se hat­te sich schon in klei­ne Grup­pen auf­ge­teilt. In den klei­nen Grup­pen sind wir zur Copa­ca­ba­na gefah­ren, das ging dies­mal ohne Pro­ble­me, mit dem Bus. Mit der Bahn durf­te man heu­te nur fah­ren, wenn man sich vor­ab eine Extra­ka­r­te orga­ni­siert hat­te, ver­rückt… Auf dem Weg konn­te man die Chris­tus­sta­tur sehen. An der Copa­ca­ba­na haben wir erst­mal ver­sucht was zu essen zu bekom­men, das war auch gar nicht mal so schwer, es gab Buf­fet, bei dem am Ende der Tel­ler gewo­gen wur­de. Aber dann kam der schwie­ri­ge­re Teil, das Bezah­len, zum Glück hat­ten wir Micha­el und Andre­as dabei, die sind ja, nach der Akti­on mit den Pil­ger­pa­ke­ten Schlan­ge­ste­hen geübt. Wir stan­den unge­lo­gen 1,5 Stun­den an, bis wir an der Kas­se waren, wir haben hier so Kar­ten, auf denen Gut­ha­ben ist, mit Pin, mit denen zah­len wir unser essen. Für jeden Tag haben wir 30 Reals, das sind ca. 10 Euros. Das reicht aber locker, vor allem, da wir uns immer noch Bröt­chen schmie­ren und abends Sup­pe bekom­men. Jeden­falls war nach die­ser Akti­on, bei der wir äußerst dreis­te und unfreund­li­che Bra­si­lia­ner ( ja, die gibts auch) in der Schlan­ge tra­fen, unser gan­zes Essen kalt. Aber geschmeckt hats trotz­dem. Auf den Strand, also das Gelän­de der Ver­an­stal­tung (die Ver­an­stal­tung war übri­gens die Paps­t­an­kunft) kamen wir zunächst nicht. Es gab irgend­wie kei­nen Ein­gang. Also blie­ben wir drau­ßen ste­hen und ver­such­ten den ein oder ande­ren Blick auf eine Lein­wand zu bekom­men, das gelang den grö­ße­ren unter uns bes­ser, den klei­ne­ren, wie Lisa und mir eher weni­ger. Schließ­lich konn­te der eine oder ande­re von uns aber sogar für einen klei­nen Augen­blick den Papst in wei­ter ennt­fer­nung sehen. Die Toni war aber nicht schlau genug um ihn zu fil­men, das wer­den wir bei Gele­gen­heit noch­mal mit ihr üben. Nach­dem der Papst dann die Büh­ne erreicht hat­te wur­de der eine Ein­gang wie­der geöff­net, so dass wir den Strand betre­ten konn­ten. Wir stan­den also auf ech­tem Cco­pa­ca­ba­na-Sand und das sogar tro­cke­nen Fußes. Dort hör­ten wir dem Papst eine wei­le zu, Lisa ver­stand ihm sogar, da er wohl Spa­nisch sprach. Wir ent­schlos­sen uns dann aber die Vet­an­stal­tung vor­zei­tig zu ver­las­sen, da wir Angst vor den zu vol­len Bus­sen hat­ten. Die Idee hat­ten aber noch meh­re­re 1000 ande­re auch. Doch, wer hät­te das geglaubt, der Rück­trans­port mit den Bus­sen war echt gut orga­ni­siert. Wir konn­tens kaum glau­ben, und saßen ziemm­lich schnell in einem Bus der uns in die Nähe unse­rer Unter­kunft brach­te. Wir wuss­te aller­dings nicht genau ob er wei­ter als bis zum Mana­ca­na­r­sta­di­on in unse­re Rich­tung fah­ren wür­de nach­dem er dann irgend­wann um die Ecke fuhr, sind wir lie­ber mal ganz schnell aus­ge­stie­gen, sehr zur Erhei­te­rung der Fahr­kar­ten­ver­käu­fe­rin (die­se sit­zen hier immer noch zusätz­lich mit im Bus). Alle sind hei­le wie­der in der Unter­kunft ange­kom­men, kei­ner ist über­fah­ren wor­den (da muss man hier echt aus­pas­sen). Die fah­ren auhch ger­ne mal über rote Ampeln. Ges­tern war hier übri­gens der käl­tes­te Tag des Jah­res ca 15 grad, das geh­tja, abe die­ser Regen.. und in Igu­acu sinds unter 0 grad, ob wir da wirk­lich hin­wol­len? Das Feld, wo die Abschhieds­mes­se mit vor­he­ri­ger Über­nach­tung statt­fin­den soll­te ist wohl ein rie­si­ges Schlamm­feld, so das die ver­an­stal­tung auf die Copa­co­ba­na ver­legt wur­de, wir sind gespannt, wie die umor­ga­ni­sa­ti­on funk­tio­nie­ren wird.….…. Lie­be Grü­ße ins dop­pel so war­me Deutsch­land.   Guten Abend, gute Neu­ig­kei­ten: heu­te hat es kaum gereg­net!!! Es hat sogar die Son­ne geschie­nen und am Ipa­ne­ma (Strand!) waren es immer­hin 29 grad. Heu­te haben bis auf ein paar tap­fe­re Krie­ger fast alle die Kate­che­se geschwänzt. Lisa Johan­nes und ich waren mit 2 ande­ren im bota­ni­schen Gar­ten. Dort war es echt schön, Kakao­bäu­me, Man­go­bäu­me, lau­ter tol­le Pflan­zen und klei­ne Äff­chen, die waren sooo süß. Außer­dem haben wir noch Vögel,  Sala­man­da, inter­es­san­te Spin­nen und Schmet­ter­lin­ge gese­hen. Danach was­ren wir am Ipa­ne­ma, haben dort in der­Nä­he in einem Ein­kaufs­zen­trum wirk­lich gut­ges­ges­sen, sind am Strand rum­ge­lau­fen und haben am Strand noch Cai­pi und Kokos­nuss getrun­ken. Den Rest vom Kreuz­weg haben wir uns eben noch im Fern­se­hen ange­schaut, dort haben wir auch das rie­sen Matsch­feld gesehen,auf dem wirm­or­gen schla­fen soll­ten, ich bin gespannt, wie sie die Alter­na­ti­ve orga­ni­sie­ren.. Soviel erst­mal zu heu­te. Bis bald.

Ein Kommentar

  1. Hal­lo ihr Fast-Brasilianer,

    heu­te waren wir bei der Hoch­zeit von Anne­ke & Olli. Vie­le Teil­neh­mer, sehr
    inhalts­reich, aber bei 38,0 Grad auch sehr schweiß­trei­bend. Olli hat sich beim Kaf­fee im Pfarr­heim mit einem Hand­tuch mehr­fach „tro­cken gelegt”.

    Grü­ße von glück­li­chen Braut­leu­ten und euch heu­te abend eine gute Vigil mit uns und Ochs als „Zaun­gäs­ten” am Fernseher.

    Hil­de­gard & Lothar

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